Argentinien & Brasilien '10

Salvador de Bahia und der Amazonas Dschungel

26. Tag (12. November)

Heute ging es wieder früh aus den Federn. Wir packen unsere Sachen zusammen und fahren nach dem Frühstück zum Flughafen raus. Es ist ein langweiliger Flughafen und so vergehen die zwei Stunden bis zum Flug recht zäh. Unser Flug nach Salvador de Bahia verlief ruhig und problemlos.

Wir haben einen Transfer vom Flughafen zum Fährterminal. Dieser verläuft problemlos und zu unserer Freude erfahren wir das es heute auch noch ein Boot nach Morro de Sao Paulo gibt, welches früher als geplant fährt. So müssen wir hier nicht so lange warten und sind früher dort. Zu uns stößt auch noch eine nette Brasilianerin, die uns für ein paar Tage nach Morro de Sao Paulo begleitet.

Als wir Auslaufen scheint die Sonne vom strahlend blauen Himmel, das Meer ist auch hier türkisfarben und Salvador zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die See ist leicht bewegt, aber die zweistündige Überfahrt ist trotzdem sehr angenehm. Als wir im autofreien Städtchen ankommen mieten wir uns einen Träger, der unser Gepäck per Schubkarre transportiert. Wir durchqueren das recht belebte und touristische Städtchen zu Fuß und erreichen nach kurzer Zeit den Platz an dem wir vom Hotel abgeholt werden. Die Fahrt in einem 4WD braucht noch eine gute halbe Stunde bis wir unser Hotel erreichen. Es handelt sich dabei um eine wunderschöne, von Palmen eingerahmte Anlage in der jeder Gast seinen eigenen Bungalow besitzt.

Nachdem ich mich im riesigen Bungalow ausgebreitet hatte ging ich an den Strand um im seichten Wasser ein wenig baden. Den Abend vor und nach dem Besuch im Restaurant des Ressort habe ich in meiner eigenen Hängematte vor dem Bungalow verbracht.

27. Tag (13. November)

Es ist ein wunderschöner Ort zum Entspannen und genießen. Das habe ich heute auch gemacht. Nach dem Frühstück ging es für eine Weile an den Strand. Anschließend habe ich ausgiebig nach Fotomotiven gesucht, die es auch reichlich zu entdecken gab um hinterher wieder am Strand auf der Liege zu landen.

Am Nachmittag habe ich mich dazu aufgerafft nach Morro de Sao Paulo zu fahren um mir das Städtchen mal näher anzuschauen. Es ist bei den brasilianischen Touristen ein sehr beliebtes Örtchen. So lief ich an den vielen Pousadas, Bars und Restaurants den Strand entlang. Ich habe mich auch hingesetzt und etwas gegessen und getrunken. Als ich wieder im Dorf zurück war habe ich schnell noch in einem Internet Café Station gemacht. Anschließend verpflanzte ich mich in einen Bar wo ich den Blick auf den Sonnenuntergang genossen habe. Auf dem Weg zurück zur Abholstelle habe ich noch schnell was gegessen um dann ins Hotel zurückgefahren zu werden.

Den Abend habe ich dann bei einem Buch in der Hängematte ausklingen lassen.

28. Tag (14. November)

Heute nochmal ein Tag zum Entspannen. Nach dem Frühstück ging es zurück in die Hängematte, dann habe ich meinen Körper auf die Liege am Strand verbracht, war etwas schwimmen um mich wieder in die Hängematte zu legen. Den Nachmittag verbrachte ich bei einer Siesta um danach noch ein wenig am Strand spazieren zu gehen.

29. Tag (15. November)

Nach dem Frühstück habe ich noch die letzte Gelegenheit genutzt um nochmal in Meer zu gehen. Dann habe ich meinen Krempel wieder zusammengepackt und wir haben uns auf den Weg zum Boot gemacht. Die Überfahrt zurück nach Salvador de Bahia war nicht so angenehm wie die Hinfahrt, da wir gegen die Dünung laufen mussten. Wir waren also alle froh als wir nach 2 ½ Stunden wieder in zurück waren.

Der Transfer zu unserem Kolonialhotel in der Altstadt funktionierte auch heute problemlos. Es zeigt sich jedoch beim Blick aus dem Fenster das Salvador nicht ganz so sicher scheint. Einige Häuser an denen wir vorbeifahren sind verfallen und an vielen Stellen der Altstadt steht die Polizei. Das Hotel direkt an den Sehenswürdigkeiten ist sehr schön und versprüht ein ganz eigenes Flair. Wir haben im Kolonialstil eingerichtete Zimmer, die sehr gemütlich sind.

Ich gehe noch schnell auf Fotosafari und werde natürlich beim Verlassen des Hotels eindringlich davor gewarnt mit der Kamera das Hotel zu verlassen. Ich passe auf und mache es trotzdem. Nach 20 Minuten bin ich wieder zurück und gehe danach noch ein paar brasilianische Flip Flops kaufen.

Auch am Abend, als es bereits Dunkel ist gehe ich noch schnell ein paar Bilder schießen. Auch dieses Mal wieder im Schnelldurchgang. Die Kamera wieder weggepackt gehen wir gleich dem Hotel gegenüber in einem Restaurant essen und eine Caipirinha trinken.

Es herrscht noch Leben auf der Straße als wir wieder heraustreten. Es ist Live Musik zu hören und die Leute sitzen noch auf der Straße. Als es jedoch Zeit wird verkrümeln sich alle Leute und wir merken das es nun auch für uns Zeit wird uns ins Hotel zu begeben.

30. Tag (16. November)

Das Eis in der Caipirinha gestern Abend war wohl nicht in Ordnung. Habe heute Nacht ziemlich schlecht geschlafen und mir was eingefangen. Vom leckeren Frühstück bekomme ich keinen Bissen hinunter. Nichtsdestotrotz geht es heute nach Manaus weiter. Der Flug mit Zwischenlandung in Brasilia war lang und mir ging es nicht besonders gut. Als wir endlich angekommen sind wurden wir am Flughafen von unserem Guide der Amazonas Lodge in Empfang genommen. Wir fuhren zuerst ins Büro um dort unser Gepäck zu lagern. Denn es ist nur mit leichtem Gepäck erlaubt in die Lodge zu fahren.

Wir machen noch eine kleine Stadtrundfahrt, die mich in meinem Zustand nicht gerade interessiert. Am Rio Negro angekommen geht es anschließend aufs Boot. Der Fluss führt niedrig Wasser und ist trotzdem gewaltig breit. Es liegen mehrere große Seeschiffe vor Anker, dabei befinden wir uns 1.600Km von der Küste entfernt. Schon allein diese Tatsache zeigt die gewaltigen Ausmaße dieses Flusssystems.

Wir besteigen einen kleinen Amazonas Dampfer und fahren flussabwärts, wo der Rio Negro auf den Amazonas trifft und der Fluss noch viel breiter wird, den der Rio Negro ist der wasserreichste und größte Nebenfluss der Erde. Das schwarze Wasser des Rio Negro und das hellbraune des Amazonas fließen eine ganze Strecke nebeneinander und mischen sich nicht, so dass wir die Grenze der Wassermassen mit dem Boot mehrfach durchfahren können.

Nach etwa 1 ½ Stunden legen wir am Ufer an und steigen in motorisierte Kanus um. Von hier aus fahren wir einen Nebenfluss hinauf in den Amazonas Dschungel hinein. Wir geraten in einen Regenschauer und meine Stimmung sinkt gegen Null. Die Landschaft ist zwar schön und die tiefstehende Sonne taucht die Landschaft in ein angenehmes Licht, aber wir haben niedrig Wasser und müssen deshalb mehrfach das Kanu über den Sand schieben. Knapp vor Sonnenuntergang kommen wir endlich an der Lodge an. Ich fühle mich immer noch elend und will eigentlich nur noch eines, ins Bett. Ich raffe mich aber trotzdem noch auf zwei Bananen und eine Handvoll trockenen Reis zu essen.

31. Tag (17. November)

Nach einer angenehmen Nacht und einem Frühstück fühle ich mich deutlich besser, so dass ich an den angebotenen Dschungelausflug heute morgen teilnehme. Wir begeben uns zu Fuß auf eine Wanderung durch das dichte Grün. Nach nur ein paar Metern verliere ich schon die Orientierung und folge einfach nur noch unserem Guide. Uns wird jede Menge über die Tier- und Pflanzenwelt des Amazonas erklärt. Es ist sehr interessant und ich höre auch gespannt zu, nur leider habe ich fast alles wieder vergessen, als wir nach einer anstrengenden Runde total verschwitzt wieder in der Lodge zurück sind. An unser Highlight kann ich mich dann aber doch noch erinnern. Es handelte sich um die größte lebende Spinne dieses Planeten, die wir aus ihrem Versteck hervorlocken konnten. Sie hatte die beachtliche Größe einer menschlichen Hand.

Erst eine kühlende Dusche und dann in die Hängematte zum Erholen. Es hat angefangen zur Regnen und ich habe die Augen zu gemacht. Dabei habe ich dann das Mittagessen verpennt, war jedoch noch rechtzeitig wieder fit um am Nachmittag einen Ausflug zu einem nahegelegenen Dorf zu machen. Wir konnten uns ansehen wie die Einheimischen, die zum Teil auch als Angestellte im Hotel arbeiten, hier wohnen. Die Verhältnisse waren sehr einfach und in diesem Lichte erscheint der Luxus in der Lodge noch viel größer.

Sehr nett war jedoch anzuschauen wie ein Junge mit einem Faultier gespielt hat. Bei dessen Anblick und der Geschwindigkeit seiner Bewegungen wurde sofort klar woher der Name wohl stammt.

Vom Dorf aus durchstreifen wir den sogenannten Schwemmwald zum Ufer des Flusses. Die Bäume um uns herum stehen mehr als ein halbes Jahr vollständig im Wasser. D.h. der Wasserstand liegt ungefähr 15m höher, was man sich so Ad-hoc gar nicht vorstellen kann. Unser Reiseführer erklärt dabei das die Bäume hier eine ganz außergewöhnliche Strategie entwickelt haben um unter diesen Umständen zu überleben, und das dieser Schwemmwald nur im Amazonas Gebiet vorkommt. Wir sind beeindruckt. Am Ufer angekommen machen wir noch einen Bootstour den Fluss hinauf. Wir haben aber nicht gebadet, da es heute doch recht kühl ist.

Nach dem Abendessen haben wir uns in der Dunkelheit noch zu einer weiteren Bootstour auf gemacht um Krokodile zu sichten. Doch leider haben wir heute nicht sehr viel Glück und können nur mit viel Mühe ein leuchtendes Augenpaar erblicken.

32. Tag (18. November)

Wir verbringen wieder einen angenehmen Tag im Dschungel. Es ist heute deutlich wärmer geworden. Nach dem Frühstück werde wir dazu eingeladen einige Früchte des Dschungels kennenzulernen. Die verschiedenen Formen und Farben sind ziemlich erstaunlich, zumal ich diese noch nie zuvor gesehen, geschweige denn deren Namen gehört habe.

Am Morgen besuchen wir das Dorf auf der anderen Seite der Lodge und gehen am Nachmittag mit dem Boot zum Piranhas fischen. Doch leider sind die Fische heute viel zu clever und fressen nur das Fleisch vom Haken, ohne das wir auch nur einen einzigen Piranha fangen können. So geben wir ziemlich frustriert nach einer Weile auf und fahren zurück.

33. Tag (19. November)

Auch heute lassen wir den ganzen Tag wieder locker angehen. Verbringen viel Zeit in der Hängematte, genießen den Sonnenschein und die reichlich vorhandene Wärme.

Ich mache heute noch einmal eine Bootstour um zu fotografieren und auch im Fluss baden zu gehen. Es ist herrlich und macht viel Spaß. So haben wir unseren letzten Tag vertrödelt und ganz entspannt verbracht.

Am Abend haben wir noch zusammen mit einigen Leute ein paar Bier zum Abschied gezischt und uns zum letzten Mal in unsere, nur mit Kerzen beleuchteten Bungalow zurückgezogen.

34. Tag (20. November)

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Rückweg nach Manaus. Wir sind alle in den Booten und fahren bereits gut eine halbe Stunden den Fluss hinunter, als mir sehr erschreckt einfällt das ich meinen Hut am Hacken im Bungalow habe hängen lassen. Es ist zu spät, wir können nicht mehr umdrehen. So bleibt mir nur noch die Hoffnung das die Lodge meinen Hut, den ich nun bereits seit 14 Jahren auf jeder Reise dabei hatte, nach Hause schickt.

Die Fahrt den Fluss hinunter versuche ich trotzdem zu genießen, zumal ich ja die Hinfahrt nicht wirklich genießen konnte. Wir steigen wieder in den Amazonas Dampfer um und fahren den Amazonas hinauf. Dabei haben wir noch sehr viel Glück und können noch ein paar Amazonas Delfine erspähen, die freudig sich im Wasser tummeln. Wieder in Manaus zurück, und immer noch von den Dimensionen des Flusses beeindruckt besteigen wir einen Bus, der uns direkt zum Flughafen bringt. Martin und ich fliegen noch gemeinsam nach Brasilia wo sich unsere Wege trennen. Er reist in den Süden weiter, während ich mich auf den Rückweg nach Europa mache.

35. Tag (21. November)

Nach einem erträglichen Rückflug trete ich gegen Nachmittag aus dem Flughafengebäude in die bitter kalte, winterliche Luft hinaus und muss erkennen, dass ich wieder zu Hause bin.

     
  Salvador de Bahia  
 
Salvador de Bahia
 
     
     
  Salvador de Bahia  
 
Salvador de Bahia
 
     
     
  Morro de Sao Paulo  
 
Morro de Sao Paulo
 
     
     
  Morro de Sao Paulo  
 
Morro de Sao Paulo
 
     
     
  Morro de Sao Paulo  
 
Lion Encounter
 
     
     
  Morro de Sao Paulo  
 
Morro de Sao Paulo
 
     
     
  Salvador de Bahia  
 
Salvador de Bahia
 
     
     
  Salvador de Bahia  
 
Salvador de Bahia
 
     
     
  Amazonas  
 
Amazonas
 
     
     
  Amazonas  
 
Amazonas
 
     
     
  Amazonas  
 
Amazonas
 
     
     
  Amazonas  
 
Amazonas
 
     
     
  Amazonas  
 
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Amazonas
 
     
     
  Amazonas  
 
Amazonas
 
     

  

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