Australien auf die entspannte Art - 2001

Über Mt. Isa nach Brisbane
20. Tag (31. Oktober)

Die Fahrt geht nach Queensland und weil ich kaum schlafen kann werde ich zwischendurch mal wieder wach. Als ich aus dem Fenster schaue stelle ich fest das die einzige West-Ost Verbindung, dieser Barkly Highway nur aus einer befestigten Spur besteht, die sich der Verkehr in beide Richtungen teilt. Es ist kaum zu glauben, ein großer Highway mit nur einer Spur. Wenig später nicke ich dann doch ein und werde aber gleich darauf wieder vom zweiten Busfahrer geweckt, weil es wegen Unfallgefahr verboten ist die Beine über den Gang hinaus zu stecken. Also kurz gesagt, ich war sehr froh als die Sonne wieder aufgegangen ist und wir Mt. Isa erreicht hatten.

Vom Transit Center aus laufe ich mit meinem Gepäck zur Tourist Information von wo aus eine Tour durch die Kupfer, Zink, Blei und Silbermine von Mt. Isa starten soll. Die Luft ist angenehm kühl, die Sonne steigt rasch und als ich dort ankomme ist noch alles geschlossen und ich bin der einzige Mensch dort. Wenig später gesellt sich noch jemand aus Japan dazu. Kurz bevor es los gehen soll kommen noch einige andere Besucher und schließlich auch Eleen, die uns zur Tour abholt. Es ist eine Underground Mining Tour durch eine noch voll arbeitende Mine. Als ich dies vor ein paar Tagen hörte und telefonisch buchte war ich darüber sehr überrascht, da es sehr selten ist das Touris in eine Mine einfahren können.

Als erstes werden wir entsprechend ausgerüstet. Jeder erhält einen Overall, Helm, Gürtel, Grubenlampe, Handschuhe, Schutzbrille und eine Staubmaske. Kurz nachdem wir die Sicherheitsschleuse der Mine passiert hatten wurde uns per Video die Sicherheitsausrüstung erklärt. Ein komisches Gefühl! Anschließend hängen wir unsere Ausweise auch an das Brett, auf dem alle Kumpels die in die Mine eingefahrenen ihre Ausweise hängen. Damit wird überwacht wie viele Kumpels eingefahren sind und wo ihr Aufenthaltsort in der Mine ist. Und los geht's! Wir hatten noch keine große Vorstellung wie dies nun ablaufen sollte und deshalb hat uns Ralf, unser Guide die Mine an einer Schautafel erklärt. Es handelt sich um eine der größten Untertage Mine der Welt. Jährlich werden ca. 11 Millionen Tonnen Erz gefördert. Die Tunnel erstrecken sich auf eine Länge von ca. 1.000Km in 32 verschiedenen Ebenen. Zukünftig wird die Mine weiter vergrößert und soll in neue Tiefen vorstoßen, weil dort ein weiteres, sehr großes Kupferlager entdeckt wurde. Wir werden aber mit dem Korb "nur" auf Ebene 19 hinunterfahren, was ungefähr einer Tiefe von 1.000m entspricht. Wir steigen in einen umgebauten Geländewagen ein und fahren damit direkt in den Korb. Die Türen werden geschlossen und nach knapp drei Minuten erreichen wir den 19. Level. Nach einer kurzen Wartezeit werden die Türen öffnet und wir erkennen das der Korb immer noch fast einen halben Meter pendelt, aber wir fahren trotzdem oder gerade deswegen mit Vollgas aus dem Korb.

Nun sind wir also fast einen Kilometer unter der Oberfläche und wollen mit dem Auto durch die unendlich vielen, weit verzweigten Tunnel zurück an die Oberfläche fahren. Zuerst schauen wir uns die Aufenthaltsräume in dieser Ebene an, die eigentlich fast überall sein könnten, wenn man nicht gerade auf die aus dem Fels herausgesprengten Wände schaut und vergisst das keine Fenster vorhanden sind. Als wir aus dem klimatisierten Raum wieder in den Tunnel gehen merke ich erst wie warm es eigentlich Untertage ist. Auch die Orientierung habe ich nach kaum einer Minute völlig verloren und wäre schon hier in die falsche Richtung gefahren. Unser Guide meinte nur das dies völlig normal sei und sich ein Minenarbeiter erst nach ca. 6 Monaten selbständig hier unten orientieren könnte. Er kennt sich nach Jahren gut aus und so fahren wir zielsicher durch die Tunnels. Der Schachtwind bläst uns teilweise recht kräftig ins Gesicht. Wir passieren eine der wenigen "Airlooks" die den Schachtwind im Tunnellabyrinth in einzelne Tunnelsegmente lenkt und fahren zu einem Arbeiter der damit beschäftigt ist mit einem hydraulisch betriebenen Bohrer die 6m langen Löcher für den Sprengstoff zu bohren. Als nächstes besuchen wir ein Team welches gerade dabei ist einen 260m tiefen senkrechten Schacht zu bohren. Hierzu wird eine ganz spezielle Bohrtechnik eingesetzt, da mit Frontladern nicht gearbeitet werden kann. Immer wieder erzählt uns Ralf wie die einzelnen Schritte in einem Bergwerk ablaufen um möglichst sicher einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Als nächstes besuchen wir die wirklich riesige Werkstatt in der die tonnenschweren Frontlader gewartet und repariert werden. Dies ist notwendig da der Transport an die Oberfläche viel zu lange dauern würde und zu aufwendig wäre.

Weiter geht es immer dem Schild "Surface Escape Way" hinterher und wir schauen uns noch genau an wie das Erz gebrochen und anschließend gefördert wird. Zwischen den einzelnen Ebenen gibt es im Abstand von ca. 10-15m sogenannte Unterebenen. Hier sehen wir nun wie ein Arbeiter im vorgegebenen Abständen von der oberen zur unteren Ebene durchbohrt. Ralf erklärt uns dabei das anschließend diese Löcher mit Sprengstoff gefüllt und dieser, nach der Evakuierung der Mine von der Oberfläche aus gezündet wird. Dabei wird mit ca. 60 Tonnen Explosivstoff in einem "Massive Blast" ca. 350.000 Tonnen Erz aus dem Berg gesprengt. Dieses gebrochene Gestein fällt in die untere Ebene, von der es mit den Frontladern anschließend abtransportiert wird. Ist alles aus dem Stollen abtransportiert wird dieser mit den Frontladern gleich wieder verfüllt und das Erz somit von unten nach oben abgebaut.

Nach mehr als drei Stunden im Untergrund erreichen wir schließlich wieder die Oberfläche und obwohl ich keinerlei Beklommenheit hatte war es trotzdem schon ein Gefühl der Erleichterung wieder die Sonne zu sehen. Somit sind wir wieder am Anfang zurück, wir nehmen wieder unsere Karte vom Brett, passieren die Sicherheitsschleuse und fahren zurück zur Tourist Information wo wir uns wieder umziehen können. Leider ist somit eine sehr spannende Tour zu Ende. Den Nachmittag schlage ich irgendwie tot. Es ist nichts weiter zu sehen in Mt. Isa und ich habe auch keine Lust irgendetwas zu tun. Deshalb fahre ich sehr frühzeitig mit einem Taxi zum Flughafen, da ich heute Abend nach Brisbane fliegen werde. Als ich am Check-in stehe und nur meinen Flug nenne werde ich gleich mit Namen angesprochen und mir wird ein ausgefüllter Anhänger für mein Gepäck über die Theke geschoben. Ich bin ziemlich überrascht und auf meine Frage woher sie meinen Namen kennen erhalte ich eine einfache Erklärung: "Sie sind unser einziger Passagier heute nach Cloncurry!" Es werden jedoch noch eine Handvoll Passagiere in Cloncurry zusteigen. So warte ich auf einem sehr ruhigen Flughafen auf meinen Flug und freue mich schon darauf Debbie und Mike wieder zu sehen.

Die Macair Maschine ist pünktlich, ich werde beim Sicherheitcheck gründlich und so genau wie noch nie geprüft, weil die vier Security Leute gemeinsam mit mir seit einer Stunde auf den Flug warten. Schließlich gehe ich begleitet von zwei Stewardessen an Bord und wir starten gleich darauf. 15 Minuten später erreichen wir Cloncurry und landen zu unserem Zwischenstop. Der Flughafen ist dort noch sehr viel kleiner und die 36-sitzige Maschine der Macair ist wohl der größte Vogel der hier landet. Es steigen nach kurzem Aufenthalt noch Minenarbeiter zu, die nach einer zweiwöchigen Schicht wieder nach Hause fliegen. Der Flug ist ruhig und das einzige was aus der Luft in der Dunkelheit zu erkennen ist sind die zahlreichen Buschfeuer, die aussehen wie riesige Blumen am Boden.

In Brisbane begrüßen mich anschließend Debbie und Mike. Es ist schön sie wiederzusehen. Wir fahren zu ihrem neuen Haus und sitzen noch bei einem Bier zusammen, bevor ich nach einem erlebnisreichen Tag müde ins Bett sinke.

21. Tag (01. November)

Mike hat heute einen Tag frei. Debbie musste leider arbeiten und konnte deshalb nicht mitkommen ins Wet'n Wild. Gleich nach den Frühstück machen wir uns zusammen auf den Weg zum Zug, mit dem wir runter an die Gold Coast fahren. Es haben sich dort mittlerweile einige große Themenparks nach amerikanischen Vorbild angesiedelt und eben auch das Wet'n Wild. Wir verbringen einen ausgelassenen Tag dort und stürzen uns sämtliche zur Verfügung stehenden Wasserrutschen hinunter und kommen am Abend ziemlich kaputt wieder nach Hause.

22. Tag (02. November)

Heute gehe ich alleine los um mir ein bisschen die Stadt anzuschauen. Zuerst fahre ich mit dem Zug zum Transit Center und erkundige mich bei der Gelegenheit dort gleich nach dem Bus nach Byron Bay, weil ich nächste Woche dort für ein paar Tage hin will. Anschließend schlendere ich ziemlich ziellos durch die Queen Street Mall, der Einkaufsstraße von Brisbane. Zum Mittag treffe ich Mike während seiner Mittagspause an der Eagle Street Pier wo wir einen Happen zu Mittag essen. Als Mike wieder ins Büro geht nehme ich eine kleine Fähre und fahre den Brisbane River hinauf nach South Bank und habe währenddessen einen wunderschönen Blick auf Stadt, die man fast vollständig umrundet. South Bank ist ein schön angelegter Park direkt am Flussufer. Ich laufe ein bisschen umher und gehe über die brandneue Goodwill Fußgängerbrücke wieder ins Zentrum zurück. Dort verbringe ich noch einige Zeit im Botanischen Garten und schaue mir auch noch das Casino an um schließlich wieder mit dem Zug nach Runcorn zurückzufahren.

23. Tag (03. November)

Debbie und Mike sind heute morgen zum Einkaufen und ich bin somit allein zu Hause. Ich schaue einfach einen Video und gehe den Tag ganz entspannt an. Am Nachmittag fahren Debbie und ich noch gemeinsam zum Red Cliff, wo wir ein bisschen spazieren gehen. Bevor wir jedoch wieder zurückfahren essen wir noch einen großen Eisbecher. Auf dem Rückweg kaufen wir noch für das morgige BBQ ein. Am Abend holen wir Mike von der Arbeit ab und gehen anschließend in einem netten Restaurant essen. Die Beiden haben es gut ausgesucht, denn es war wirklich gut und wir hatten einen netten Abend, den wir auf dem Mt. Coot-tha mit einem super schönen Blick über die Stadt schlossen.

24. Tag (04. November)

Heute am Sonntag wollen wir zusammen in die Stadt. Wir machen auf dem Weg dort hin als Erstes einen kurzen Abstecher auf den Mt. Gravatt von dem man auch wieder einen schönen Blick auf die Stadt hat. In South Bank lassen wir Debbie allein ein paar Briefe schreiben während Mike und ich uns Inliner schnappen und am Ufer des Brisbane River bis zur Story Bridge laufen. Dort drehen wir um, weil der Weg zu Ende ist und überqueren an South Bank über die Goodwill Brücke den Fluss um dort Flussaufwärts aufwärts zu laufen. Wir machen uns erst wieder auf den Rückweg als wir auf der Höhe der XXXX-Brauerei sind, die in der Nähe liegt wo wir gestern Abend essen waren. Als wir zurück waren gaben wir die Inliner wieder ab, treffen Debbie wieder und fuhren zurück um ein tolles BBQ im Garten zu fabrizieren. Anschließend gehen wir am Abend noch ins Kino.

25. Tag (05. November)

Am Morgen fahre ich zusammen mit Mike in die Stadt und nehme den Bus nach Byron Bay. Ich will einfach noch ein paar Tage unterwegs sein bevor ich zu Mike's Geburtstagsparty zurückkomme. Gegen Mittag komme ich in Byron an und stelle als erstes meine Uhr um. Ich bleibe im Aquarius Backpacker und schaue mich anschließend am Nachmittag einfach noch ein bisschen um. Später organisiere ich noch schnell die nächsten Tage, da ich mit einem Auto noch ins Hinterland möchte. Schließlich lande ich am Ende des Tages noch an Strand, wo man den berühmten Leuchtturm immer im Blick hat. Ein BBQ im Backpacker füllt den Magen und zusammen mit Mario und seinem Kumpel aus der Schweiz trinke ich noch einige Biere.

26. Tag (06. November)

Eigentlich habe ich gestern darüber nachgedacht eine Whale Watching Tour heute zu machen, aber die Saison ist schon so gut wie vorbei und wozu eigentlich den ganzen Stress? So habe ich mich einfach dazu entschieden an den Tallow Beach zu gehen und mal wieder nicht viel zu tun. Die Brandung ist herrlich und auch das weniger Leute hier sind als am Main Beach ist sehr angenehm. So lege ich mich in die Sonne, genieße die Wellen und gehe gegen später doch noch zum Leuchtturm hinauf. Der Wind ist ziemlich stark und man wird mal wieder richtig durchgeblasen. Der Ausblick ist immer noch so schön wie vor Jahren als ich zum ersten Mal hier war. Nach einer Weile mache ich mich wieder über das Kap und den Main Beach auf den Rückweg ins Städtchen. Als es dunkel ist setze ich mich wieder an den Strand und lasse einfach die "magische" Stimmung auf mich wirken wenn nur die Brandung zu hören, und die Sterne am Himmel zu sehen sind.

27. Tag (07. November)

Als ich aufwache regnet es und ich verbringe den Morgen mal wieder sehr entspannt, und schreibe ein paar Mails. Ansonsten gehe ich an den Läden der Hauptstraße entlang, die im Grunde nur nutzlose Touri Dinge verkaufen. Ich bin fast schon ein bisschen enttäuscht von Byron Bay, da es sich in den letzten Jahre doch stark verändert hat. Es ist einfach viel zu überlaufen. Von früher 4 Backpackern ist die Zahl nun auf 12 Backpacker Hostels angewachsen und es ist wohl zu befürchten das es noch mehr werden.

Ich verlasse am Nachmittag Byron wieder und fahre mit dem Bus nach Surfers Paradies. Hier treffe ich nun entgültig auf den Massentourismus, dies jedoch war zu erwarten und somit auch nicht so erschreckend. Ich übernachte im Cheers Backpacker und durchquere die Stadt. Vereinzelt sind noch Hinterlassenschaften des Indy Car Rennens von vor ein Paar Wochen zu erkennen. Auf der Suche nach der Autovermietung bei der ich morgen ein Auto abholen kann schaue ich mich noch weiter um im Treiben der australischen Touristenmetropole. Leider ist der Himmel immer noch grau und somit werfe ich nur einen flüchtigen Blick auf den superschönen Strand.

Heute Abend werde ich noch am Club Crawl teilnehmen. Mit ca. 20 anderen Leuten werde ich mit einem Bus abgeholt und von einem Nachtclub zum nächsten gefahren. Es ist eine gute Abwechslung Abends mal wieder nicht nur in einer Kneipe zu sitzen. Irgendwann am Morgen breche ich aber die Sache ab und gehe zu Fuß zurück ins Hostel.

27. Tag (08. November)

Gleich nach dem Verlassen des Backpackers hole ich meine Auto bei der Autovermietung ab und fahre anschließend erst einmal die Straße runter. Nach einen kurzen Blick über den Strand gehe ich frühstücken und fahre anschließend den Pacific Highway hinunter bis es irgendwann rechts in Richtung Springbrook Nationalpark abzweigt. Ich möchte mit die Natural Bridge anschauen die ich schon auf so vielen Postkarten gesehen habe.

Die Straße wird immer schmäler und kurviger. Schon nach wenigen Kilometern merkt man den Unterschied zwischen der Küste und dem Hinterland. Es ist hier total verschlafen, es herrscht so gut wie kein Verkehr weshalb ich auch ohne Probleme kurz anhalte um von den jetzt im Frühjahr farbenprächtigen Bäumen und Sträuchern ein Foto zu machen. Noch bevor ich die Grenze nach Queensland überquere halte ich am Chillingham Store an und trinke eine Tasse Kaffee. Es ist eine Ansammlung von einer handvoll Häusern und eben dieser Laden. Die Straße schlängelt sich anschließend sehr schön in die Höhe, bis ich schließlich den Parkplatz der Natural Bridge erreiche.

Ich steige die Stufen hinunter und stehe vor einem außergewöhnlichen Naturereignis. Unter einem Wasserfall hat sich über die Jahrmillionen eine Höhle gebildet, in die man heute hineingehen kann. Später hat sich schließlich das Wasser einen Weg durch die Höhlendecke gesucht und stürzt heute als Wasserfall durch dieses Loch in die Höhle, sammelt sich dort und fließt wieder hinaus. Da die Höhle begehbar ist erhält man eine sehr schöne Perspektive auf das Naturschauspiel und natürlich eine ganz ansehnliche Kameraeinstellung.

Ich laufe dort noch ein bisschen herum und gehe schließlich zum Auto zurück. Dem Tal folgend fahre ich weiter und genieße die schöne Landschaft. Schließlich verlasse ich die Straße und fahre in Richtung des Örtchens Springbrook immer höher in die Berge. Auf den verschiedenen Stops die ich einlege erfahre ich das es sich bei diesem Gebiet um einen riesigen, urzeitlichen Vulkan handelt auf dessen Kraterrand ich mich gerade befinde. Das Zentrum dieses Kratern stellt der von hier gut 20km südlich liegende Mt. Warning dar. Das Gebiet ist so groß das man sich vom Boden aus kaum einen Überblick verschaffen kann. Jedoch ergeben sich immer wieder von den verschiedensten Aussichtspunkten tolle Ausblicke auf die Küste oder die anderen Bergrücken.

Nachdem ich in Springbrook noch einen Kaffee getrunken habe machte ich mich auf den Weg nach Brisbane. Da es viel Spaß machte die kurvigen Straßen zu fahren und sowieso kein Verkehr vorhanden war habe ich mich entschlossen noch einen Umweg zu fahren. Ich habe mich zwar in der Entfernung etwas verschätzt, so dass ich doch noch in die Dunkelheit geraten bin, aber es war kein Problem den richtigen Weg zu finden. So konnte ich noch 100km kurvenreiche Strecke genießen bevor ich schließlich über die Hauptstraße schnell zurück zu Debbie und Mike nach Brisbane gekommen bin.

28. Tag (09. November)

Heute Morgen fahre ich in die Stadt hinein um das Auto wieder abzugeben. Mit Mike habe ich abgesprochen das wir uns am Abend in der Stadt treffen, so dass ich sehr viel Zeit habe die ich damit verbringe nach einem Geschenk für Mikes zu Geburtstag zu suchen, eine kleine Ewigkeit beim Flippern verbringe und noch ins Casino gehe. Nachdem ich noch einem IMAX Film angeschaut habe war ich irgendwann wieder mal in South Bank und dachte ich bade eine Runde am Beach, der eigentlich gar kein Strand ist sondern ein großes Schwimmbecken, welches dort mit Sandstrand und Palmen angelegt wurde. Eine verrückte Sache, die aber von den Leute sehr geschätzt wird. Heute jedoch nicht, da es ziemlich bewölkt mit vereinzelten Schauern und somit nicht gerade einladend ist. So habe ich mich einfach umgezogen und bin hineingesprungen, was wirklich herrlich war.

Als Mike Feierabend hatte und Debbie auch eingetroffen ist sind wir zusammen in ein Restaurant in der Brunswick Mall essen gegangen und verbrachten den Rest des Abends mit Billard Spielen.

29. Tag (10. November)

heute regnet es leider und deshalb war auch an diesem Tag nicht sehr viel los. Wir gingen in die Garten City, dem größten Einkaufscenter von Brisbane und kauften noch im Supermarkt für Mike's Party heute Abend ein.

30. Tag (11. November)

Wir sind spät aufgestanden. Nach dem Frühstück fuhren wir quer durch die Stadt in den Brisbane State Forrest der sich den Mt. Nebo hinaufzieht. Da auch heute das Wetter leider nicht sehr sonnig ist machen wir nicht sehr viel sondern schauen einfach an den verschiedenen Aussichtspunkten ein bisschen über. Als es anfängt zu tröpfeln verlassen wir McAfees Lookout und verdrücken uns in ein nettes Cafe am Straßenrand, von dessen Terrasse wir den Blick über den State Forest schweifen lassen.

31. Tag (12. November)

Heute nun muss ich Australien schon wieder verlassen. Meine Zeit ist um und verging mal wieder viel zu schnell. Debbie und Mike bringen mich zum Airport und wir verabschieden uns. Es hat mir sehr gut bei ihnen gefallen und ich wäre gern noch etwas geblieben. Bald geht mein Flieger nach Bali wo ich die nächsten zwei Tage verbringe. Aber im Moment habe ich dazu überhaupt keine große Lust. Es war einfach viel zu schön hier.

Nach einem guten Flug in einem halb vollem Flieger erreiche ich Bali. Das Wetter ist sonnig und angenehm warm. Ich bin also erstmalig in Indonesien, verlassen das Flughafengebäude und sehe mitten im Trubel. Um erst gar nicht ziellos in der Gegend herumzulaufen buche ich gleich ein Hotel vom Flughafen aus. Es mit Sicherheit nicht der beste Preis, aber es ist unkompliziert und da ich sowieso nur zwei Tage hier bin ist es mir egal. Gleich anschließend schnappe ich mir ein Taxi und fahre nach Kuta hinein. Ich habe mich für eine Hotel mehr im Zentrum entschieden. Die Straßen sind eng und ziemlich verwirrend. Am Straßenrand ist ein Laden neben dem anderen zu sehen und die Mopeds überholen rechts und links. Der Verkehr läuft langsam aber sehr chaotisch, aber schon nach kurzer Zeit sind wir am Hotel und ich checke ein. Mein Zimmer liegt ganz hinten, weit weg von der Straße. Die Anlage ist ganz anders wie die Straße. Es ist sehr grün und die Pools sehen toll aus. Ich springe gleich mal rein und gehe anschließend auf die Straße. Ich lassen mich durch die schmalen Gassen treiben und beobachte das Leben, wobei man selbst auf dem Gehweg nicht vor den vielen Mopeds sicher ist und man aufpassen muss um nicht in ein Loch zu treten und bis zum Knie im Abwasser zu stehen. Die Händler stehen fast in Reih und Glied und jeder versucht dich als Käufer für die Billigware zu bekommen. Doch schließlich komme ich am Strand an und bleibe einfach noch bis zum Sonnenuntergang. Danach gehe ich wieder ins Hotel zurück und gönne mir noch eine Zigarre zum Ende des Tages.

32. Tag (13. November)

Ich bin spät aufgestanden und habe mir viel Zeit beim Frühstücken gelassen. Anschließend wollte ich auf eine Tour gehen um noch etwas mehr von Bali zu sehen als nur Kuta. Leider war ich etwas zu spät dran und die Tour schon unterwegs. Ich überlege mir noch ob ich mich vielleicht heute Mittag einen halben Tag durch die Gegend fahren lasse. Deshalb bin ich dann zum Strand um Bilder zu machen und habe auf dem Rückweg noch in den unzähligen Läden nach Souvenirs Ausschau gehalten und eingekauft. Schließlich war ich vor der nun doch gebuchten Halbtagestour am Pool gewesen.

Ich bin alleine mit dem Fahrer unterwegs. Der Verkehr scheint ohne Regeln zu laufen und wir fahren aus Kuta hinaus, wobei man dies eigentlich gar nicht gemerkt hat, weil die Häuser am Straßenrand den Blick auf die Reisfelder nicht freigeben. Zuerst besuchen wir Pura Taman Ayun, den Königstempel etwas nördlich von Kuta. Es ist eine weitläufige Anlage durch die man schlendern kann. Lediglich das heilige Innere ist nicht zugänglich.

Auf der Fahrt zu einem Monkey Forest in der Nähe von Alas Kedaton, konnte man einige Reisfelder und etwas vom Hinterland sehen. Die Affen die wir dort besucht hatten waren ganz nett und einigermaßen unterhaltend. Die Begleiterin welche einen durch die Anlage führte begleitete einen am Schluss auch zu ihrem Laden wo leider der Zweck des Ganze einem deutlich wurde. Weiter geht es zum Tanah Lot Tempel an dem ich mir noch den Sonnenuntergang anschaute. Es ist ein sehr schöner Tempel der auf einem Felsen im Meer steht. Der Tempel ist nicht zugänglich, jedoch herrscht Ebbe und so konnte man hinüberlaufen und den Tempel aus der Nähe betrachten.

Wieder im Hotel zurück habe ich erst noch eine Dusche genommen und mich anschließend noch ein bisschen ins Night Live gestürzt. Jedoch ist Bali momentan nur zu einem Drittel besucht und somit ist nicht sehr viel Los. Ich möchte aber auch gar nicht hier sein wenn Kuta voll ausgebucht sein sollte.

33. Tag (14. November)

Heute ist der Tag an dem es entgültig zurück nach Hause geht. Ich mache nicht mehr viel, sondern laufe einfach noch ein bisschen durch die Straßen um die Zeit totzuschlagen und fahre frühzeitig an den Flughafen. Dort treffe ich noch einen Typen aus England der für zwei Wochen hier war und mit dem gleichen Flug nach Europa fliegt. Wir unterhalten uns noch über unsere Eindrücke von Bali und schließlich ist es Zeit um an Bord zu gehen. In Jakarta steige ich um. Der Flieger nach Frankfurt ist sehr leer und ich kann wieder langgestreckt herrlich schlafen.

In Frankfurt steige ich am Morgen entspannt aus dem Flieger und es schlägt mir ein sehr kalter Wind entgegen als ich auf dem Bahnsteig des Fernbahnhofs stehe. Willkommen in der Wirklichkeit!

Mit dem Zug ging alles sehr schnell, ich bin wieder zu Hause, setze mein Gepäck ab, nehme eine Duschen, ziehe mich anschließe

     
  Cloncurry Airport - QLD  
 
Die Macair Maschine auf dem Cloncurry Airport
 
     
     
  Tallow Beach - NSW  
 
Der weitläufige Tallow Beach in Byron Bay
 
     
     
  Byron Bay - NSW  
 
Der Blick auf das berühmlte Lighthouse von Byron Bay
 
     
     
  Surfers Paradies - QLD  
 
Das Massentourismuszentrum Australiens
 
     
     
  Das Hinterland - QLD  
 
Die Ruhe des Hinterlandes ist gar nicht so weit weg
 
     
     
  Natural Bridge - QLD  
 
Ein Wasserfall in einer Höhle
 
     
     
  Das Hinterland - QLD  
 
Der Springbrook NP im hinterland der Gold Coast
 
     
     
  Kuta - Bali  
 
Eines der unzähligen Hotels in Kuta
 
     
     
  Kuta - Bali  
 
Ein schön angelegter Pool des Hotels
 
     
     
  Kuta - Bali  
 
Die engen Straßen und die Mopets von Kuta
 
     
     
  Am Strand - Bali  
 
Der Strand im Urlaubsparadies Balis
 
     
     
  Königstempel - Bali  
 
Der Königstempel
 
     
     
  Monkey Forest - Bali  
 
Ist er nicht schön?
 
     
     
  Tanah Lot Tempel - Bali  
 
In der Abendstimmung der Tanah Lot Tempel
 
   

 


  
 

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